BDSM vs Controlling… Verletzungsgefahr!

Was haben BDSM und Controlling miteinander gemeinsam? Menschen verstehen die Konzepte nicht… sie tun sich selbst weh

San Francisco, Sommer 2001. Jemand hat mich eingeladen, gemeinsam einen Club zu besuchen, „The Power Exchange“. Es ist eine Mischung aus Swingerclub und BDSM-Begegnungsstätte.

SM ist nicht mein Ding, aber ich bin neugierig.

Da hängt ein Mann von der Decke, mit mehreren Seilen kunstvoll verschnürt. Eine ganze Reihe verschiedener Knoten.

Alle Seile sind unterschiedlich stark gespannt. Manche Stellen spannen, andere sind locker. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben.

Auf einer abgesperrten Fläche bekommt eine Frau den Popo versohlt, von einer anderen Frau, mit einem Ping-Pong-Schläger. Das Klatschen ist leise, also findet da wohl keine schwere Verletzung statt.

Der Rest der Geschehnisse an diesem Abend passt eher auf andere Blogs.

Falsche Vorstellungen

Wie so viele andere, hatte ich von BDSM zunächst sehr falsche Vorstellungen.

 

Das ist von vornherein ausschließlich Missbrauch?

Ein Fehler, den ich auch immer mal wieder mache ist, anderen Motive zu unterstellen, von denen ich nichts weiß.

So vieles im Leben hat viele Ebenen und Schichten, die ich gar nicht verstehe.

 

Dahinter stecken ausschließlich böse Absichten?

Nicht wahr?

Das ist doch eine klare Regel: Nur die anderen sind doof, böse. Dass ich etwas übersehe oder falsch verstehe: Ausgeschlossen!

Bis ich dann anfange zu recherchieren, mit vielen Leuten zu reden. Dann wird klar, dass ich sehr vieles übersehe, vieles falsch verstehe.

 

Schmerzen bei falscher Anwendung

Ist wohl klar, wenn ich jemanden brutal verschnüre, Blutzirkulation oder Atmung abwürge, dass dies für die gefesselte Person qualvoll ist.

Wohl auch klar, wenn ich die „Zahlen des Unternehmens“ nur dazu benutze, Entlassungen von Personal zu rechtfertigen, dass dies für die Entlassenen auch nicht so toll ist.

Wenn ich glaube, es ist schlau, immer nur zu sparen, sparen, sparen, bis ich nur noch Schrott im Unternehmen habe, dann habe ich vielleicht irgendwann nur noch Schrott im Unternehmen.

 

Erst die Zahlen, dann die Menschen

Wenn ich vor allem die richtige Reihenfolge nicht beachte:

  1. Kunden
  2. Prozesse
  3. Controlling

Dann… Fahre ich mich selbst zur Hölle.

Wenn ich die Prozesse so gestalte, dass sie für mich selbst bequem sind statt für den Kunden…

Wenn ich nicht darauf achte, was für den Kunden gut ist…

Wenn ich also den Kunden falsch verschnüre, dann ist er nicht erfreut, also gibt es sehr bald nichts mehr zu controllen…

 

Tiefes Wohlergehen bei richtiger Anwendung

Tatsächlich ist diese ganze Bondage-Angelegenheit eine Kunst.

Menschen in der richtigen Art und Weise von der Decke zu hängen, erfordert sehr viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt.

 

Entspannung

In den letzten Wochen im Herbst 2020 habe ich mir mehreren Frauen gesprochen, die diese Erfahrung gemacht haben, und die meisten berichten von einer tiefen Entspannung und von einem tiefen Loslassen im dieser Art des Hängens.

Muss halt nur richtig gemacht werden. Andernfalls ist es eine Quälerei.

 

Wirtschaftliche Orientierung

Wenn Controlling richtig und sinnvoll gemacht wird, erfahren die UnternehmerInnen eine solide wirtschaftliche Orientierung.

Vernünftige moderne Controller beziehen auch vor allem den menschlichen Faktor ein, denn Unternehmen sind Beziehungs-Netzwerke, eingebunden in andere Beziehungs-Netzwerke.

 

Miteinander

Das bedeutet auch, dass wir sinnvolle Lösungen meistens miteinander finden, sehr selten nur einer für sich, und noch seltener gegeneinander.

 

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