GOOD – ein Meme von Jocko Willink, warum alles irgendwie gut ist

GOOD von Jocko Willink ist zu einem internationalen Meme geworden. Warum alles irgendwie gut ist…

„Mission wurde abgesagt? GUT! So haben wir Zeit, für die nächste Mission zu üben.“

„Deine Frau trennt sich? GUT! Dann kannst Du ein besserer Mann werden, um eine neue zu finden.“

„Ein Teil der Ausrüstung ist kaputt? GUT! Dann lernen wir neue Taktiken, um ohne diesen Teil auszukommen!“

 

Der frühere Navy SEAL Commander Jocko Willink war berüchtigt dafür, auch der bescheidensten Situation eine positive Seite abzugewinnen.

Seine Leute waren teilweise davon genervt, mitunter waren die Situationen geradezu grotesk schlecht. Trotzdem bestand er darauf, dass die Dinge „GOOD“ seien.

Der Jocko Podcast

Im Podcast von Jocko Willink geht es vor allem um Führung.

Und zwar echte Führung.

Anders als man bei einem Fleischberg wie Jocko vermuten könnte, ist er keineswegs herrisch oder dominierend. Er kommuniziert geschickt und clever, ordnet sich manchmal gezielt unter, ist bescheiden.

Manchmal geht es in seinem Podcast um Kriegsthemen. Ich habe noch niemanden jemals so viel Wahrheit über den Krieg sagen hören, über die Schrecken und Grausamkeiten des Krieges. Da wird nichts beschönigt und relativiert.

 

Echelon Front

Gemeinsam mit seinem Partner Leif Babin, ebenfalls ehemaliger SEAL, betreibt Jocko die Unternehmensberatung „Echelon Front“.

Unternehmer, die ihn anheuern, hoffen oft darauf, dass Jocko „ihre Leute in Form haut“. Er erklärt ihnen dann, dass man nicht mal im Militär Leute „in Form haut“, weil das zu nichts Gutem führt.

 

Praktisches Leben

Ich teile nicht seinen Optimismus, wie gut man Probleme mit Gewalt tatsächlich lösen kann.

Fast alles, was ich von Jocko Willink höre, erscheint mir praktisch, tief und wahr.

Gelegentlich überrascht er mich mit einer Idee, von der ich dann auch finde… ja, stimmt einfach.

Viele Fragen, zum Beispiel zu persönlicher Unsicherheit, beantwortet er in einer Weise, die ich sehr wertvoll finde.

 

Eines der lustigsten Beispiele, die er berichtet, bezieht sich auf eine Szene aus seiner Ehe.

Er selbst ist mit der Planung eines Einsatzes befasst, bei dem es um Leben und Tod geht, um hohe Risiken. Da hört er plötzlich seine Frau aus der Küche laut schreien.

Er rennt in die Küche, fragt, was los ist.

„Die Kinder haben zwei Termine, die miteinander in Konflikt stehen! Das Schulfest des einen Kindes ist am selben Tag wie die Theateraufführung des anderen!“

Was macht Jocko?

Er greift seine Frau nicht an, weil sie sich mit Trivialitäten aufhält. Er sagt, wenn das die größten Probleme sind, die wir gerade haben, dann haben wir es wirklich gut.

In dieser Hinsicht versuche ich, ein bisschen mehr wie Jocko zu sein.

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